Gut zwei Wochen vor der Bundestagswahl büßen die Grünen an Zustimmung bei den Wählern ein. Wie das ZDF-Politbarometer in seiner sogenannten Sonntagsfrage ermittelte, verlor die Ökopartei zwei Punkte und kommt nun auf nur noch zehn Prozent – so wenig wie seit November 2009 nicht mehr.

Die Werte aller anderen etablierten Parteien veränderten sich kaum. So kommen CDU und CSU unverändert auf 41 Prozent. Die SPD verharrt bei 26 Prozent, die FDP bei sechs Prozent. Die Linke legt um einen Prozentpunkt auf acht Prozent zu. Die Euro-kritische Alternative für Deutschland (AfD) erreichte unverändert drei Prozent.

Damit hätte weiterhin eine schwarz-gelbe Koalition aus Union und FDP eine knappe rechnerische Mehrheit. Rot-Grün wäre hingegen deutlich von einer eigenen Mehrheit im Parlament entfernt.

TV-Duell ohne Folgen

Damit sind die Wähler auch nach dem TV-Duell zwischen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem SPD-Herausforderer Peer Steinbrück nicht in Wechselstimmung. Zwar hat der sozialdemokratische Kanzlerkandidat einige Sympathiepunkte gesammelt und kommt nun im Ranking der zehn Top-Politiker auf Rang vier. Allerdings nannten bei der Frage, wen die Deutschen nach der Wahl lieber im Kanzleramt sähen, 59 Prozent Merkel und nur 30 Prozent Steinbrück. Die CDU-Chefin rangiert souverän auf Platz eins des Politiker-Rankings.

Für das ZDF-Politbarometer befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen in dieser Woche telefonisch 1296 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte.