FDP-Chef Philipp Rösler hat eine mögliche Regierungskoalition mit der Alternative für Deutschland (AfD) ausgeschlossen. "Eine Koalition mit der AfD kommt für die FDP nicht infrage", sagte er ZEIT ONLINE. "Schon allein deshalb nicht, weil sie nicht in den Bundestag kommen wird."

Zuvor hatte er ein solches Bündnis nicht explizit ausgeschlossen. Auf eine entsprechende Frage im ZDF-Morgenmagazin antwortete er zunächst ausweichend: Diese Frage stelle sich nicht, die AfD komme nicht in den Bundestag

Auf die Nachfrage, ob er eine Koalition der FDP mit der AfD ausschließe, falls diese doch in den Bundestag komme, antwortete er: "Nein, das muss ich nicht."

Die AfD liegt in Umfragen zwischen 2,5 und 4 Prozent, würde also an der Fünfprozenthürde scheitern. Für eine regierungsfähige Mehrheit müsste die Partei von Bernd Lucke aber etwa in ein Dreierbündnis mit Union und FDP eintreten – eine unwahrscheinliche Variante, weil die AfD bisher der Union in den wichtigsten Punkten der Euro-Politik widerspricht. Außerdem hat die Union bereits eine Zusammenarbeit ausgeschlossen.

Sollte auch die FDP, die in Umfragen auf etwa fünf Prozent kommt, den Wiedereinzug ins Parlament verfehlen, ist eine Große Koalition aus Union und SPD wahrscheinlich. Schwarz-Gelb und die Oppositionsparteien liegen in Wählerbefragungen derzeit gleichauf.