Die CSU triumphiert mit fast 49 Prozent der Stimmen bei der Landtagswahl in Bayern. Nach dem Debakel bei der Wahl 2008 dürfen die Christsozialen nun wohl allein regieren. "Jeder zweite Bayer hat uns gewählt", sagte Ministerpräsident Horst Seehofer nachdem die ersten Hochrechnungen bekanntgegeben worden waren.

Ein Grund dafür, dass die Seehofer-Partei so gut abgeschnitten hat, könnte die gestiegene Wahlbeteiligung sein. Obwohl der Zulauf in den größeren Städten ähnlich niedrig war wie bei der letzten Wahl 2008, stieg die Wahlbeteiligung wegen der hohen Zahl an Briefwählern auf 64,5 Prozent. Vor fünf Jahren hatten nur 57,9 Prozent der Wahlberechtigten in Bayern ihre Stimme abgegeben.

Insgesamt 320.000 der ehemaligen Nichtwähler stimmten 2013 für die CSU, das ergab eine Analyse von infratest dimap für die ARD. Aber auch die SPD profitierte: 110.000 wanderten von der Gruppe der Nichtwähler zu den Sozialdemokraten. Die Grünen konnten nur 30.000 ehemalige Nichtwähler überzeugen. Ganz anders bei Linken und FDP: 20.000 beziehungsweise 10.000 ihrer Unterstützer wählten 2013 nicht.

Keine Wählerwanderung zwischen SPD und CSU

Die CSU konnte neben den Nichtwählern viele Liberale von sich überzeugen. 120.000 ehemalige FDP-Wähler stimmten 2013 für die Konservativen. Von Grünen und Linken wanderten etwa 20.000 zur CSU. Insgesamt wanderten 480.000 Wähler zu der Seehofer-Partei.

Die SPD überzeugte bei der Landtagswahl 2013 insgesamt 40.000 Linke-Wähler von sich, dazu 20.000 ehemals Grüne und 10.000 Liberale. Keinerlei Wählerwanderung registrierten die Forscher zwischen SPD und CSU.

Während die Grünen, die insgesamt Stimmen einbüßten, ein ausgeglichenes Wanderungssaldo vorzuweisen haben, verlor die FDP insgesamt 150.000 Wähler an andere Parteien und die Gruppe der Nichtwähler.