In Deutschland hat es innerhalb der vergangenen fünf Jahre mindestens 82 Anschläge auf Synagogen gegeben. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der Linken-Fraktion hervor. In Nordrhein-Westfalen wurden die meisten Anschläge registriert: 24.

Die jährlichen Fallzahlen schwanken zwischen 21 Angriffen im Jahr 2008 und neun im Jahr 2010. In den meisten Fällen, die von den Ländern an das Bundeskriminalamt übermittelt wurden, handelt es sich um Sachbeschädigung – mindestens 30 Fälle – und um das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen mit 29 Fällen. In 17 Fällen ging es um den Vorwurf der Volksverhetzung.

Kanzlerin Angela Merkel hatte es erst vor Kurzem als beschämend bezeichnet, dass jüdischen Einrichtungen in Deutschland Polizeibewachung bräuchten, weil sonst Gefahr bestehe, geschändet zu werden.