In mehreren Vieraugengesprächen während der vergangenen Woche sollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und SPD-Parteichef Sigmar Gabriel erste Punkte der Ressortverteilung im künftigen Kabinett der Großen Koalition festgelegt haben. Das schreibt der Spiegel unter Berufung auf hohe Parteikreise. Die SPD dementierte den Bericht.

Zuvor hatte die FAZ berichtet, Gabriel werde Wirtschaftsminister mit weitreichenden Kompetenzen, unter anderem für die Energiepolitik.

Das Nachrichtenmagazin schreibt weiter, Einigkeit bestehe zwischen Merkel und Gabriel, dass der SPD-Chef als Vizekanzler ins Kabinett eintrete.

Zugleich zeichne sich ab, wie die zu vergebenden Ministerien gewichtet würden. Das habe Einfluss auf die Anzahl von Ministerien, die die Parteien CDU, CSU und SPD besetzen dürfen. 

SPD dementiert Festlegung von Personalien

Zudem sollten die Ressorts "gespiegelt" werden. Das bedeute, dass von Außen- und Verteidigungsministerium sowie von Innen- und Justizministerium je eines an die SPD und das jeweils andere an die Union fallen solle.

Die SPD dementierte den Bericht des Spiegels. "Über Personalien wurde noch nicht gesprochen", sagte ein SPD-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. Zu den Angaben über die Ministerien sagte er, es habe sicherlich Gespräche zwischen Merkel und Gabriel gegeben, Festlegungen über die Personalien seien aber nicht getroffen worden. Auch eine mögliche Verteilung der Ministerien stehe noch nicht fest, sagte der Sprecher.