Horst Seehofer ist mit einem Rekordergebnis als CSU-Chef bestätigt worden. Seehofer erhielt auf dem Parteitag der Christsozialen in München 95,3 Prozent der Stimmen. Seehofers bisher bestes Ergebnis waren zuvor 90,3 Prozent bei seiner ersten Wahl zum CSU-Chef im Jahr 2008. Bei der letzten Wahl vor zwei Jahren war er auf 89,9 Prozent der Stimmen gekommen, 2009 waren es nur 88,1 Prozent.


Ein starkes Wahlergebnis für Seehofer war nach den Erfolgen der CSU bei der Landtags- und Bundestagswahl im September erwartet worden. Die hohe Zustimmung gilt aber auch als Rückendeckung für die laufenden Verhandlungen über eine Große Koalition.

In seiner Rede hatte Seehofer den Alleinvertretungsanspruch seiner Partei für bayerische Interessen untermauert. "Die Identität zwischen Bayern und der CSU war nie so groß wie heute", sagte der bayerische Ministerpräsident. "Es ist also wieder zusammengewachsen, was zusammengehört." Wenn es um ein bayerisches Anliegen gehe, denke niemand an SPD, Grüne oder Freie Wähler. "Der Mythos CSU lebt", sagte er. 

Im Jahr 2008 hatte die CSU bei der Landtagswahl die absolute Mehrheit in Bayern verloren. Bei dieser Landtagswahl hatte Seehofer die absolute Mehrheit zurückerobert.

Auf dem Parteitag sollen im Anschluss die vier stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt werden. Drei der vier Vizes treten noch einmal an: Landtagspräsidentin Barbara Stamm, der amtierende Verkehrsminister Peter Ramsauer sowie Verteidigungsstaatssekretär Christian Schmidt. Bayerns Europaministerin Beate Merk steht dagegen nicht erneut für einen Vize-Posten bereit. Sie soll nach dem Willen Seehofers von dem Euro-Kritiker Peter Gauweiler ersetzt werden.