Der wegen Geldanlagen unter Druck geratene CDU-Bundesschatzmeister Helmut Linssen will sein Amt abgeben. "Ich habe mich im Interesse der Partei und meiner Familie entschlossen, die Parteivorsitzende zu bitten, auf dem kommenden Parteitag im April einen neuen Schatzmeister zu wählen", sagte Linssen der Bild. Er ist seit 2010 Schatzmeister der CDU.

Am Dienstag hatte der Stern hatte berichtet, Linssen habe vor Jahren Geld in einer Briefkastenfirma in Mittelamerika verborgen. Ein Strafverfahren sei aber eingestellt worden.

Linssen selbst ist sich keiner Schuld bewusst. Er habe aufgrund der Verjährungsfrist nur seine Zinserträge für die Jahre 2001 bis 2005 nachweisen müssen. In dieser Zeit hatte er mit seinem Geld im Ausland jedoch keinen Gewinn gemacht. "Ich bin aus dem Verfahren makellos rausgekommen", sagte er dem Stern.

Den Angaben der Bild zufolge traf Linssen die Entscheidung zum Rücktritt nach einem Telefonat mit CDU-Chefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel.

CDU-Generalsekretär Peter Tauber sagte, die CDU nehme Linssens Rückzug mit Respekt zur Kenntnis. "Er hat sich in seiner langjährigen politischen Tätigkeit – insbesondere als Bundesschatzmeister – um unsere Partei verdient gemacht", sagte Tauber.