Die CDU hat 2012 mit etwa 18,2 Millionen Euro wieder die meisten Spenden unter den deutschen Parteien eingesammelt. Die SPD bekam 10,5 Millionen Euro. Bei beiden Volksparteien ist das weniger als 2011. Damals hatten die CDU noch 21,8 und die SPD 12,11 Millionen Euro erhalten.   

Wie die Rechenschaftsberichte zeigen, stieg das Spendenaufkommen kleiner Parteien in den vergangenen Jahren: An die CSU flossen 2012 insgesamt 6,2 Millionen Euro – ein Zuwachs von 1,2 Millionen im Vergleich zu 2011.  

Die FDP erhielt 5,9 Millionen Euro, im Jahr zuvor waren es nur 4,87 Millionen Euro gewesen – allerdings war sie zu dieser Zeit noch im Bundestag vertreten, das ist sie seit der Wahl 2013 nicht mehr.

Nur die Grünen verzeichneten keinen Spendenzuwachs: 3,9 Millionen Euro im Jahr 2012 stehen 4,85 Millionen 2011 gegenüber.

Schlusslicht unter den im Bundestag vertretenen Parteien war wie in den Vorjahren die programmatisch eher wirtschaftsferne Linke. Sie nahm im vorvergangenen Jahr 1,9 Millionen Euro Spenden ein. Allerdings lagen die Einnahmen durch Mitgliedsbeiträge relativ hoch mit 9,4 Millionen Euro.  

Die Piratenpartei erhielt 855.000 Euro Spenden – nahezu ebenso viel wie sie Mitgliedsbeiträge kassierte. 

Im Bundestagswahljahr 2013 zeigte sich ein Trend zu größeren Einzelspenden. Die Zahl der großen und damit sofort meldepflichtigen Spenden hatte sich stark erhöht. In Wahljahren spenden Unternehmen, Stiftungen und Verbände seit langer Zeit mehr an die Parteien. Sofort meldepflichtig sind Beträge ab 50.000 Euro. Rechenschaftsberichte mit Gesamtzahlen liegen für das vergangene Jahr noch nicht vor.

Ende 2013 hatten Großspenden aus der Industrie an CDU und CSU Empörung ausgelöst. Die BMW-Erbenfamilie Quandt überwies der CDU im Oktober 630.000 Euro. Kritiker sahen darin eine Gegenleistung für die Bemühungen von Parteichefin und Kanzlerin Angela Merkel, die sich in Brüssel für weniger scharfe Abgashöchstgrenzen starkgemacht hatte. Wenig später wurde bekannt, dass auch die CSU und die damals mitregierende FDP ähnliche Spenden erhalten hatten.