Der Bundesvorsitzende Stefan Bernhard Eck © Tierschutzpartei

Stefan Eck, Tierschutzpartei

Für die Tierschutzpartei sitzt jetzt der Saarländer Stefan Eck im Europaparlament. Der 58-Jährige ist überzeugter Veganer und seit 2007 Bundesvorsitzender seiner Partei.

Eigentlich hatte seine Partei gehofft, bei diesen Wahlen noch ein wenig mehr vom Wegfall der Drei-Prozent-Hürde zu profitieren, sagte Beck dem Saarländischen Rundfunk unmittelbar nach der Wahl. Mit einem Ergebnis von 1,2 Prozent habe es jetzt nur für einen und nicht für die zwei anvisierten Plätze im EU-Parlament gereicht. Dennoch: Man sei "glücklich".

Hundemassaker in Rumänien beenden

Eck will nun Einzelgespräche mit Abgeordneten führen, um Impulse für die Belange des Tierschutzes zu geben. Unter anderem möchte er darauf hinwirken, dass das "Straßenhundemassaker in Rumänien" beendet wird. Weitere Themen, die ihm am Herzen liegen, seien die Gammelfleisch-Skandale und der Artenrückgang.

Unterstützung erhofft sich Eck von der holländischen Schwesterpartei, die eine Abgeordnete ins Europäische Parlament entsendet. Die Tierschutzpartei versteht sich explizit auch als Friedenspartei, weswegen sie sich im Europäischen Parlament bei den Pazifisten einordnen dürfte und eine Aufnahme in der Fraktion der Europäischen Linken anstrebt. Seine Partei sei "absolut links von der Mitte", sagte Eck.

Für seine Anliegen scheut Eck auch vor Nazi-Vergleichen nicht zurück. Im Jahr 2006 ließ er sich vor dem Konzentrationslager Dachau fotografieren – mit dem Schild: "Für Tiere ist jeden Tag Dachau." Umso ärgerlicher findet er nach eigenem Bekunden, dass der Thüringische Landesverband seiner Partei unlängst mit der kruden Beschimpfung von Muslimen auf sich aufmerksam machte. Das sei ein Einzelfall, beeilte sich Eck zu sagen.