Arne Gericke, Familienpartei
Wer könnte besser passen zur Familien-Partei Deutschlands als Arne Gericke – "Spitzenvater des Jahres"? 2012 erhielt er diese Auszeichnung, die seit 2006 unter der Schirmherrschaft des Bundesfamilienministeriums vergeben wird.
Der 50-Jährige ist Vater von vier eigenen und drei Pflegekindern, arbeitete als Heimleiter eines Seniorenzentrums und machte sich dann selbständig als Trauerredner und Seelsorger, um mehr Zeit für seine Kinder zu haben. Irgendwann habe er "gespürt, dass etwas geschehen muss, damit ich für
die Kinder wirklich da sein kann und allen eine Heimat und ein Nest
bieten kann", schreibt Gericke auf seiner Website.
Kein typischer Politiker
Kein typischer Politiker – so wirbt auch die Familienpartei für ihren Spitzenkandidaten. Gericke wurde 1964 in Hamburg geboren, wuchs in Papua-Neuguinea auf, lernte nach eigenen Angaben die Nachteile der freien Wirtschaft kennen, als er in Tschechien einen Getränkefachgroßhandel aufbaute und ließ 2004 alles hinter sich, um für die Familie da zu sein.
Heute lebt Gericke mit seiner Frau und den Kindern in Tessin bei Rostock. Politisch will er erreichen, dass Erziehungsarbeit als Erwerbsarbeit anerkannt wird. Um Müttern und Vätern ein Zuhause zu bieten, wie es Gericke 2011 im Rostocker Journal formulierte. "Durch das Erziehungsgehalt entsteht neue Nachfrage in der Region. Es werden neue Arbeitsplätze geschaffen. Durch die Freiheit und Weite unseres Landes werden wir zum familienfreundlichsten Land Deutschlands." Mit einer echten Bildungsoffensive wachse Vertrauen, Unternehmen würden wieder investieren.
Das klingt schön, sehr idyllisch. Und welche Pläne hat Gericke für Europa?
"In der Familien-Partei Deutschlands stehe ich für ein Erziehungsgehalt, das Eltern aus dem ewigen Gefühl der Abhängigkeit herausholt. Ich stehe für ein kostendeckendes Kindergeld. Ich fordere eine Familienrente", sagte Gericke im Europawahlkampf. Benötigt würden deshalb eine familienfreundliche Wirtschaft, keine wirtschaftsfreundliche Familie. Gericke ist jetzt Spitzenvater 2014. Für Europa.
Kommentare
Symptomatisch
Ich habe ja nur den Teil zu Sonneborn gelesen, aber die überragenden Analyse- und Transferfähigkeiten der deutschen Medien werden hier offensichtlich, wenn nicht thematisiert wird, dass die PARTEI dem etablierten Politikbetrieb den Spiegel vorhält. Ich denke, die Wähler der PARTEI haben das genauso verstanden und wollen das auch so. Stattdessen werden die bewussten Absurditäten der PARTEI als Ernst behandelt und dementsprechend als absurd herausgestellt, während umgekehrt die Absurditäten der übrigen Parteien eben nicht hinterfragt und als Absurditäten gesehen werden.
Nicht nur "für Tiere ist jeden Tag Dachau"
Der Antisemitismus in der EU nimmt täglich zu!
Stefan Eck hätte also das "Betroffenenfeld" ruhig ausweiten dürfen. Den von EU-Schergen verursachten Brand in einem öffentlichen Gebäude Odessas zähle ich genauso dazu.
http://www.spiegel.de/pol...
Die Vertragspartner von Merkel, van Rompuy & Co. haben das zu verantworten.
Dachau ist derzeit also auch da, wo Brüssel seine kolonialistischen Ambitionen verwirklicht.
Die PARTEI hat immer Recht.
Bei der Bundestagswahl reichten 0.2 Prozent für das Ende der FDP auf Bundesebene.
Bei der EU-Wahl reichten der Partei 0.6 Prozent für die Machtübernahme in Europa.
Der parlamentarische Arm der europäischen Satire ist sehr effizient. Überflüssige Spassparteien wie die FDP oder die FDP-Kopie AFD gehen zurecht unter.
Quelle:
http://www.youtube.com/wa...
Satirehintergrund
So sehr ich auch als "Spassvogel" den Herrn Sonneborn und seine Rasselbande mag, bin ich doch nicht sehr angetan von der Tatsache, dass die coole Spaß- und Juxgesellschaft in der Politik angekommen zu sein scheint. Vor den vielfältigen Problemen in der Welt und in der EU sollte wirklich kein Platz für Jux und Tollerei sein.
Dem Narrentreiben vieler Politclowns in Bund und EU braucht man keinen Spiegel vorzuhalten, der Bürger erkennt das sowieso.
Die PARTEI....
stellt doch nur ein Abbild zu den Parteien da, die als ernsthaft gelten. Norbert Sonneborn und die PARTEI überspitzen das Verhalten dieser Parteien, wobei manchmal gelingt es Sonneborn nicht, weil die ernsten Parteien absurder handeln als es die PARTEI je könnte.
Wenn die PARTEI plakatiert "Inhalte überwinden",dann sagen die Plakate der Union, SPD und Grüne genau das aus.
Einzelkämpfer auf Urlaub
Die kunterbunten "Einzelkämpfer" dürfen sich über schöne Jahre in Brüssel freuen. Gut versorgt und kaum gefordert können sie Brüssel´s Gastronomie genießen. Trotzdem werden die meisten dieser "Einzelkämpfer" wohl meist zu Hause bleiben, weil es für sie in Brüssel nichts zu tun gibt. Man braucht sie schlicht nicht!