Die Staatsanwaltschaft Cottbus hat Anklage gegen den Rechtsextremisten Horst Mahler wegen Volksverhetzung erhoben. Dies teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Cottbus mit. 

Die Anklageschrift sei dem Landgericht Potsdam und dem im Gefängnis Brandenburg/Havel sitzenden Holocaustleugner zugegangen. Hintergrund ist laut Spiegel eine antisemitische Hetzschrift, die Mahler den Angaben zufolge in der Haft geschrieben hat. Das Gefängnis hatte ihm im offenen Vollzug die Nutzung eines privaten Computers erlaubt.

Das war in der Justiz umstritten: Das Justizministerium hatte wegen des Rechners mehrere Disziplinarverfahren gegen Bedienstete eingeleitet.

Mahler ist mehrfach wegen Volksverhetzung, Terrorismus und Raub verurteilt. Öffentliche Auftritte nutzte er stets für Provokationen. Bei Haftantritt 2006 in Cottbus zeigte er den Hitlergruß und erhielt dafür weitere elf Monate ohne Bewährung. Der Jurist vertrat 2002 die NPD im ersten Verbotsverfahren. Er war erst zwei Jahre zuvor eingetreten. Nach der Einstellung des Verfahrens verließ er die Partei wieder.