Lebensmittel, die Eier von Käfig-Hennen enthalten, sollen in Zukunft gekennzeichnet werden. Vertreter der Länder haben sich auf der Konferenz der Verbraucherschutzminister fast einstimmig für eine solche Kennzeichnung ausgesprochen. Wie die in Düsseldorf erscheinende Rheinische Post berichtet, enthielt sich lediglich Thüringen der Abstimmung.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) zeigte sich offen für einen solchen Schritt. "Einen nationalen Alleingang bei der Kennzeichnungspflicht halte ich allerdings für sehr schwierig, zumal die europäische Lebensmittelinformations-Verordnung erst Ende des Jahres anzuwenden ist", sagte er dem Blatt. Zudem könne sich der Verbraucher schon jetzt bewusst gegen Käfig-Eier-Produkte in verarbeiteten Lebensmitteln entscheiden: "Dann nämlich, wenn er Produkte kauft, die das EU-Bio-Logo tragen."

Das Land Berlin hatte bei der Verbraucherschutzministerkonferenz in Rostock einen Antrag eingebracht, wonach künftig an der Zutatenliste etwa von Backmischungen, Schokoriegeln oder Nudeln erkennbar sein soll, ob Käfig-Eier darin verwendet wurden. Die Minister setzen ihre Konferenz an diesem Freitag fort. Im Vordergrund steht das heftig umstrittene Freihandelsabkommen mit den USA.