Die SPD hat bei den Stichwahlen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen der CDU wichtige Oberbürgermeisterposten abgenommen. So besiegte in Düsseldorf der SPD-Politiker Thomas Geisel klar Amtsinhaber Dirk Elbers von der CDU. Geisel kam auf 59,2 Prozent der Stimmen, Elbers erhielt 40,8 Prozent. In der ersten Runde vor drei Wochen hatte Elbers noch deutlich vor seinem Herausforderer gelegen.

Auch in Braunschweig löst ein Sozialdemokrat einen CDU-Politiker im Amt des Oberbürgermeisters ab. Hier schlug Ulrich Markurth mit 66,5 Prozent ebenfalls deutlich den CDU-Kandidaten Hennig Brandes, der 33,5 Prozent der Stimmen bekam. Der bisherige Sozialdezernent Markurth tritt die Nachfolge von Gert Hoffmann (CDU) an, der mit 68 Jahren zu alt für eine erneute Kandidatur war.

In der SPD-Hochburg Dortmund setzte sich Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) mit 51,6 Prozent knapp gegen CDU-Herausforderin Annette Littmann durch (48,4 Prozent). Auch in Bielefeld gewann der SPD-Kandidat die Stichwahl. Oberbürgermeister Pit Clausen kam auf 55,9 Prozent, CDU-Kandidat Andreas Rüther erhielt 44,1 Prozent der Stimmen. Dagegen schaffte die CDU den Machtwechsel in Mönchengladbach.

In Niedersachsen behauptete sich die SPD auch in Göttingen. Ihr Kandidat Rolf-Georg Köhler setzte sich nach Angaben der Wahlleitung in der Stichwahl mit 58,8 Prozent der Stimmen gegen den CDU-Kandidaten Martin Rudolph (41,2 Prozent) durch. Der SPD-Mann Hauke Jagau verteidigte zudem sein Amt als Präsident der Metropolregion Hannover.

SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi gratulierte den Gewinnern. Die SPD stelle nun in neun der zehn größten deutschen Städte den Oberbürgermeister. "Die SPD ist und bleibt die Großstadtpartei Deutschlands", schrieb Fahimi.