Die steuerfreie Verlagerung großer Vermögen ins Ausland soll schwieriger werden. Dieses Ziel verfolgt ein Gesetz, das der Bundestag am späten Donnerstagabend verabschiedet hat. Vermögende Aktionäre sollen nach einem Umzug ins Ausland den aus Firmenbeteiligungen stammenden Milliardenbesitz nicht mehr am deutschen Fiskus vorbei ordnen können. Zuletzt wurden den Angaben zufolge Steuern gespart, indem Privatvermögen vor dem Wegzug in das Betriebsvermögen einer Personengesellschaft eingebracht wurden. Nach Koalitionsangaben wurde diese Gesetzeslücke nun geschlossen.

Mit dieser Reform billigte der Bundestag eine ganze Reihe weiterer Steuergesetze: Für Hörbücher gilt künftig der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent, ambulante Reha-Zentren werden von der Gewerbesteuer befreit, und Steuervorteile bei verkauften Lebensversicherungen fallen weg. Wieder eingeführt wurde hingegen die Umkehr der Steuerschuldnerschaft für Bau- und Gebäudereiniger bei der fälligen Umsatzsteuer.