Weitgehend verschwiegen von der Mainstreampresse erfüllt die deutsche Kompetenzpartei AfD nicht nur ihr zentrales Wahlversprechen – sie übererfüllt es sogar. Die AfD gibt den Deutschen die D-Mark zurück. Und vergoldet sie auch noch. Wie es ihre bescheidene und an der Sache orientierte Art ist, verstecken sie diesen Erfolg hinter nüchternen Worten in einem Brief an ihre Mitglieder. "Der Bundesvorstand führt deshalb derzeit verschiedene Gespräche über die Möglichkeit, interessierten Bürgern eine Wertanlage in Gold und speziell den Erwerb der einzigen DM-Goldmünze zu ermöglichen." Damit dürfte die AfD auf Jahre hinaus unschlagbar sein.

Die Missgünstigen werden nun einwenden, dass die Partei nur einen Hebel im Parteiengesetz nutzen will. Das sieht vor, dass die staatlichen Zuschüsse für eine Partei deren sonstige Einnahmen nicht übersteigen dürfen. Die AfD macht also in Gold, um mehr Geld von jenem Staat zu bekommen, den die Altparteien vorher heruntergewirtschaftet haben.

Natürlich – da müssen wir jetzt mal Klartext reden – geht es ihnen nicht um den eigenen Profit. So profan denken nur ihre Gegner. Das politische Programm der AfD, die nachträgliche Vergoldung der deutschen Vergangenheit, kulminiert aufs Schönste in dieser Münze. Ob zu den vielen Firmungen in der Drei-Kind-Familie, als Mitgift für die Hochzeit des Ältesten oder zum goldenen Firmenjubiläum beim fleißigen Mittelständler: Eingeschlagen in edles schwarz-rot-güldnes Tuch oder eingebettet in ein Samtkästchen aus deutscher Wertarbeit ist die Goldene D-Mark das perfekte Geschenk in der perfekten Welt von gestern.

Mit diesem Geschäftsmodell wird die AfD nicht nur zum Goldstandard der deutschen Politik. Sie findet, kaum dass sie sich gegründet hat, schon ganz zu sich selbst: als Devotionalienhändler Deutschlands.