Der Bürgerkrieg in Syrien führt zu mehr Asylanträgen in Deutschland. Im Juli wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) 19.431 Anträge auf Asyl gestellt, das sind etwa 75 Prozent mehr als im Juli des Vorjahres und fast 40 Prozent mehr als im Juni 2014, wie die Behörde mitteilte. Zugleich ist es der höchste Monatswert seit Juli 1993.

Mit 3.665 kamen die meisten Anträge von Menschen aus Syrien. Sie machen rund 17 Prozent aus. Aus dem Bürgerkriegsland kamen in diesem Jahr bislang fast dreimal so viele Anträge (16.616) wie im Vorjahreszeitraum.

Die zweitmeisten Anträge kamen aus Serbien, dahinter folgen Eritrea und der Irak. Von dort wurden im Juli 1.626 Anträge gestellt, im Vormonat waren es lediglich 587 gewesen. Auch aus Eritrea steigt die Zahl der Bewerber an, sie verdreizehnfachte sich im Vergleich zum Vorjahr.

In der Zeit von Januar bis Juli 2014 haben insgesamt 97.093 Menschen in Deutschland Asyl beantragt. Das sind 62 Prozent mehr als in den ersten sieben Monaten des Vorjahres. Anerkannt als Flüchtling wurde nur etwa ein Fünftel der Antragsteller. Die Zahl der noch nicht erledigten Anträge lag bei 123.000.