SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi fordert ein breites Bündnis gegen die aufstrebende Partei Alternative für Deutschland (AfD). Neben der SPD und anderen Parteien sollten auch Gewerkschaften, Kirchen, Industrie- und Sozialverbände, Stiftungen und Nicht-Regierungsorganisationen der euroskeptischen Partei klar entgegentreten, schreibt sie in einem Beitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Die AfD ist erst kürzlich in drei ostdeutsche Landtage eingezogen.

"Unser Land ist zu wichtig, als dass wir es diesen Demagogen im Schlafrock überlassen sollten", schrieb die SPD-Politikerin. Sie wolle keinen abermaligen deutschen Sonderweg, "der leichtfertig das Friedens- und Freiheitsprojekt Europas gefährdet, für das Brandt, Adenauer, Schmidt, Genscher und Kohl gekämpft haben".

Die AfD sei eine Gefahr, fügte Fahimi hinzu. "Ich möchte die AfD nicht dämonisieren. Genauso falsch ist es aber, sie zu verharmlosen." Sie würde sich wünschen, dass mehr CDU-Politiker so eindeutig Position beziehen würden wie Finanzminister Wolfgang Schäuble. Er habe mit seiner Kritik recht: "Die AfD ist eine Schande für Deutschland." Deshalb dürfe sie für niemanden in Bund, Ländern und Kommunen als Koalitionspartner infrage kommen.