Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält an der geplanten Frauenquote fest. "Es ist beschlossen, das Gesetz für die Quote kommt", sagte Merkel. Die Argumente des Für und Wider seien bekannt: "Noch länger darüber zu diskutieren, wäre müßig." Der Frauenanteil in den Vorständen der Dax-Unternehmen sei gesunken und eine gesetzliche Regelung deshalb notwendig, sagte Merkel weiter.

CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt hatte gefordert, dass die Frauenquote erst zu einem späteren Zeitpunkt eingeführt werden solle. Union und SPD müssten überlegen, "ob wir alles, was im Koalitionsvertrag vereinbart ist, wirklich so ganz schnell umsetzen".

Die Große Koalition hatte sich darauf geeinigt, eine Frauenquote einzuführen. Bundesjustizminister Heiko Maas und Familienministerin Manuela Schwesig (beide SPD) haben einen Gesetzentwurf erarbeiten lassen, der ab dem Jahr 2016 eine Quote von mindestens 30 Prozent vorsieht. Der Entwurf muss erst noch vom Kabinett gebilligt werden, bevor sich der Bundestag damit befasst.