Das Verteidigungsministerium hat den Kauf von Hubschraubern nachverhandelt. Wie der Spiegel unter Berufung auf ein internes Papier meldet, bezahlt die Bundeswehr rund 8,5 Milliarden Euro für rund 200 Hubschrauber: Transporthubschrauber vom Typ NH90, Kampfhubschrauber des Modells Tiger und Marine-Hubschrauber vom Typ MH90 Sea Lion. Um Kosten zu sparen, werden 22 Transporthubschrauber anderen Ländern zur Verfügung gestellt, die sich dafür an der Finanzierung beteiligen. Stationiert werden sollen aber auch diese Hubschrauber in Deutschland.

Die ursprünglichen Verträge über den Kauf von mehr als 200 Transport- und Kampfhubschraubern waren 1998 und 2000 geschlossen worden. Als mit der Bundeswehrreform die Truppenstärke reduziert wurde, einigten sich Airbus Helicopters und die Bundeswehr 2011 bereits auf Änderungen. So sollten weniger NH90 und Tiger gekauft werden, dafür aber 18 MH90 Sea Lion Marine-Hubschrauber bei insgesamt gleichbleibenden Kosten.

Obwohl der Sea Lion schon zum damaligen Zeitpunkt nicht das Wunschmodell der Marine war, bleibt der Kauf der MH90 auch in der aktuellen Vereinbarung erhalten. Um Fehlentwicklungen zu vermeiden, einigten sich die Parteien darauf, dass ein Bundeswehringenieur permanent vor Ort sein wird und monatlich über den Projektverlauf Bericht erstattet werden soll.

Gegenüber den Verträgen von 2011 sollen außerdem elf zusätzliche Tiger-Kampfhubschrauber bestellt werden, verzichtet werden soll dafür aber auf ein Ersatzteilpaket. Elf ältere Tiger würden nicht mehr repariert, sondern als Ersatzteillieferant benutzt.