In der Debatte um eine Umstrukturierung des Solidaritätszuschlags haben Wirtschaft, Steuerzahlerbund und Politiker von CDU und CSU vor einer Fortführung des Soli über 2019 hinaus gewarnt. Spätestens mit der schrittweisen Rückführung des Solidarpaktes bis 2019 sei die ursprüngliche Aufgabe des Soli erfüllt, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK)m Martin Wansleben, der Bild-Zeitung. Die vorgeschlagene Integration in die Einkommensteuer bedeute eine dauerhafte Steuererhöhung auch für die Unternehmen und müsse deshalb unterbleiben. 

Auch der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel, forderte das Aus für den Zuschlag. "Der Staat schwimmt in Geld. Schluss mit dem Soli", sagte Holznagel. 

Auch aus den Reihen der Union gibt es Kritik an den rot-grünen Soli-Plänen. "Die wichtigste Währung der Politik ist Verlässlichkeit, deshalb muss der Soli spätestens mit der geplanten Steuerstrukturreform 2019/2020 auslaufen", sagte der Chef der Mittelstandsvereinigung der Union, Carsten Linnemann (CDU). CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer lehnte die Pläne ab, denn die Übernahme des Soli in die Einkommensteuer "wäre eine Steuererhöhung".