Der Berliner Ableger der islamfeindlichen Pegida-Bewegung wird nach Einschätzung des Verfassungsschutzes von Rechtsextremen unterwandert. "Das, was wir hier in Berlin haben, sind vor allen Dingen durchaus auch rechtsextremistisch gesinnte Personen, die versuchen, ein Thema zu okkupieren und Unzufriedenheit von Bürgern zu nutzen", erklärte Berlins Verfassungsschutz-Chef Bernd Palenda im Inforadio des rbb. 

Bei den Veranstaltungen des Berliner Pegida-Ablegers Bärgida ("Berliner Patrioten gegen die Islamisierung des Abendlandes") seien bekannte Rechtsextremisten aufgetreten, sagte Palenda. Sie hätten auch versucht, die Steuerung zu übernehmen.

"Es ist durchaus ein großer Teil von Rechtsextremisten in dem Zusammenhang, aber es sind nicht alle, die sich bei diesen Veranstaltungen auf der Straße zeigen", sagte der Verfassungsschutz-Chef. Zuvor hatte CDU-Generalsekretär Kai Wegner davor gewarnt, die Pegida-Anhänger in die rechte Ecke zu stellen.

Am Montag waren in Berlin 5.000 Menschen gegen eine Demonstration der Bewegung auf die Straße gegangen und hatten deren Aufmarsch blockiert. Die etwa 300 Bärgida-Anhänger konnten ihren Versammlungsplatz am Roten Rathaus nicht verlassen.