Die Berliner Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung gegen den Vorsitzenden des NSA-Untersuchungsausschusses im Bundestag, Patrick Sensburg (CDU), eingeleitet.

Der Bundestag sei über die Aufnahme von Ermittlungen informiert worden, sagte der Staatsanwaltssprecher Martin Steltner. Die Immunität des Abgeordneten sei bislang nicht aufgehoben worden. Dies sei erst erforderlich, wenn strafprozessuale Maßnahmen wie Durchsuchung oder Haftbefehl im Raum stünden.

Der CDU-Politiker war von seiner Freundin nach einem Streit im Dezember angezeigt worden, die Frau hatte die Anzeige aber später zurückgezogen. Sensburg hatte Anfang Januar in der Bild am Sonntag eingeräumt, dass er bei dem Streit etwas "rabiat" vorgegangen sei. "Ich habe sie an den Armen gepackt. Sie hat sich gewehrt. Ich habe sie aus der Wohnung geschmissen", hatte er gesagt.

Steltner sagte dazu, eine Anzeige könne nicht so einfach zurückgezogen werden. Bei Vorwürfen werde ermittelt.

Sensburg war wegen der Vorwürfe bereits von seinem Amt als CDU-Vorsitzender des Hochsauerlandkreises zurückgetreten.