Im vergangenen Jahr sind aus Deutschland insgesamt 10.884 Ausländer abgeschoben worden. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervor, wie das Parlament mitteilte. 2013 waren 10.198 Ausländer abgeschoben worden und im Jahr zuvor 7.651 Personen.

Wie es weiter hieß, gab es 2014 zudem 4.772 Überstellungen in andere EU-und Schengen-Staaten. Sie seien im Rahmen der Dublin-Verordnung erfolgt; diese soll sicherstellten, dass jeder Asylantrag nur von einem Mitgliedstaat inhaltlich geprüft wird.

Den Angaben zufolge wurden 2014 auf dem Luftweg 3.609 Menschen direkt auf den Flughäfen und 3 weitere an der Seegrenze zurückgewiesen. Zu so genannten Zurückschiebungen kam es 2014 laut der Antwort in insgesamt 2.967 Fällen, die meisten auf dem Landweg. Eine Zurückschiebung kann innerhalb von sechs Monaten nach einer unerlaubten Einreise erfolgen.

Insgesamt 141 Abschiebungen auf dem Luftweg scheiterten im vergangenen Jahr nach Regierungsangaben aufgrund von Widerstandshandlungen, 63 aus medizinischen Gründen. In 74 Fällen weigerten sich die Fluggesellschaft oder der Pilot, die betreffende Person zu transportieren. Acht Abschiebungen scheiterten demnach an der Weigerung der Zielstaaten, Abzuschiebende aufzunehmen.