Die Bundesregierung will laut einem Zeitungsbericht ab Januar 2016 das Wohngeld erhöhen. In Einzelfällen solle das Wohngeld um bis zu 197 Prozent angehoben werden, berichtete die Bild-Zeitung unter Berufung auf Zahlen des Bundesbauministeriums. Nach den Plänen des Ministeriums sollten die Miethöchstbeträge, die bezuschusst werden, gestaffelt je nach Stadt oder Landkreis um 7 bis 27 Prozent steigen.

Zudem erhöhten sich die Tabellenwerte, also der bewilligte Wohngeldbetrag, um durchschnittlich 39 Prozent. Dem Bericht zufolge sollen knapp 900.000 Haushalte von der Wohngeld-Reform profitieren, darunter 90.000, die bislang auf die Grundsicherung angewiesen waren.

Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) nannte die Reform laut Bild einen "wichtigen Baustein für bezahlbares Wohnen". Wichtig sei, dass es für jeden einzelnen mehr Wohngeld gebe, sagte sie der Zeitung. "Die Höhe des Wohngelds wird an die Entwicklung der Bruttokaltmieten und der Inflation angepasst. Zudem berücksichtigen wir die Entwicklung der Bruttowarmmieten seit der letzten Wohngeldreform 2009", so die Ministerin.