Griechenlands Finanznöte sind nach Worten von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble kein Grund für eine Lockerung von Auflagen der Kreditgeber. "Bevor Geld fließt, muss geprüft werden, ob Athen die vereinbarten Bedingungen erfüllt", sagte Schäuble der Stuttgarter Zeitung. Die griechische Regierung habe es selbst in der Hand, wann die verbliebenen Mittel aus dem zweiten Hilfsprogramm überwiesen werden.

Zugleich widersprach Schäuble seinem Athener Amtskollegen Yanis Varoufakis. "Wenn der griechische Finanzminister feststellt, die Vereinbarung der Eurogruppe mit Griechenland sei unklar, sagt er das wider besseres Wissen", bemängelte Schäuble. Die Erklärung der Eurogruppe sei völlig eindeutig.

Varoufakis hatte jüngst die akuten Finanznöte seines Landes deutlich gemacht. "Der März ist gesichert", sagte er mit Blick auf die Zahlungstermine Griechenlands. Unklar sei aber, wie es danach weitergehe. Insgesamt muss das Land in diesem Jahr noch 17 Milliarden Euro an Zinsen und Tilgungen zurückzahlen, davon knapp die Hälfte an den Internationalen Währungsfonds (IWF).