Die Bundesregierung stockt das Personal zur Bearbeitung von Asylanträgen massiv auf. Das ist das erste Ergebnis eines sogenannten Flüchtlingsgipfels, zu dem Kanzlerin Angela Merkel eingeladen hatte.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) versprach 2.000 weitere Stellen, um die zusätzliche Arbeit angesichts der wachsenden Flüchtlingszahlen zu bewältigen. Für die Bearbeitung von Asylanträgen ist das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zuständig. Die Behörde hat derzeit 2.800 Mitarbeiter.

De Maizière sagte, die Aufstockung der Stellen sei mit Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) bereits besprochen. 750 zusätzliche Stellen sollten noch in diesem Jahr besetzt werden. 

Ziel ist es nach Angaben von de Maizière, die Asylverfahren zu beschleunigen und auch über die etwa 200.000 Altfälle schneller zu entscheiden. Zusätzliche Stellen soll es noch im laufenden Jahr auch bei Bundespolizei und Auswärtigem Amt geben.

An den Gesprächen im Kanzleramt hatten neben de Maizière auch Bundeskanzlerin Merkel, SPD-Chef Sigmar Gabriel und mehrere Ministerpräsidenten teilgenommen.

Länder und Kommunen fühlen sich mit der Versorgung und Unterbringung der Flüchtlinge überfordert, sie verlangen mehr Geld vom Bund. Am Donnerstag hatte das Innenministerium mitgeteilt, es rechne für dieses Jahr mit 450.000 Asylanträgen.