Im Vorfeld des G-7-Gipfels Anfang Juni in Bayern hat die Bundespolizei mit punktuellen Grenzkontrollen begonnen. Das bestätigte der Chef der Bundespolizeidirektion München, Hubert Steiger. Kontrollen des grenzüberschreitenden Verkehrs gebe es insbesondere an den Grenzübergängen zu Österreich. Die Kontrollen finden demnach im Straßen- und Schienenverkehr, aber auch an zu Fuß passierenden Grenzübergängen und am Flughafen München statt.

Die Bundespolizei will mit den verschärften Kontrollen gewaltbereite Demonstranten gegen den G-7-Gipfel identifizieren und daran hindern, an den Protesten teilzunehmen.

Das Treffen der Staatschefs der großen Industrienationen findet am 7. und 8. Juni im oberbayerischen Schloss Elmau statt. Es ist das letzte Wochenende der bayerischen Pfingstferien. Steiger empfahl Urlaubern deswegen, die Region Garmisch-Partenkirchen weiträumig zu meiden.

Der Chef der Bundespolizeidirektion kündigte an, dass auch die Gebirgszüge um das Schloss Elmau kontrolliert würden. So solle verhindert werden, dass bergsteigende Demonstranten sich dem Tagungsort nähern. Auch im Bahnverkehr soll es deutlich ausgeweitete Streifengänge der Beamten geben.

Garmisch-Partenkirchen untersagte zudem ein Protestcamp von G7-Gegnern auf einer Wiese am Ortsrand. Als Grund nannten die Behörden vor allem die Hochwassergefahr. Angesichts der Wetterlage könne es dort zu Überschwemmungen von bis zu einem halben Meter kommen. Das gefährde die Teilnehmer, eine Erreichbarkeit sei für Rettungskräfte bei Hochwasser fast unmöglich, hieß es.

Das Bündnis Stop G7 Elmau hatte bereits angekündigt, dass sie bei einer Ablehnung Rechtsmittel prüfen werden. Weitere Details dazu sollen am Mittwoch bekannt gegeben werden.