Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat auf die Bedeutung US-amerikanischer Geheimdienstinformationen für die Bundeswehr hingewiesen. "Die konkrete Zusammenarbeit mit den Amerikanern im Einsatz hat schon vielen deutschen Soldaten das Leben gerettet", sagte von der Leyen der Bild am Sonntag. "Die USA haben uns in Afghanistan und anderswo immer wieder vor Anschlägen gewarnt und tun das immer noch." Dies dürfe nicht vergessen werden, wenn über die NSA diskutiert werde.

Die Affäre um die Verbindungen von Bundesnachrichtendienst und dem US-Geheimdienst NSA dürfe nicht die gegenseitige Verlässlichkeit beeinträchtigen, sagte von der Leyen. Am beiderseitigen Vertrauen müsse Tag für Tag gearbeitet werden.

Die Nato bereitet sich auf eine weitere Verlängerung des bereits seit 14 Jahren andauernden Einsatzes in Afghanistan vor. Die Bundeswehr ist mit rund 800 Männern und Frauen im Land beteiligt. Die Soldaten bilden dort einheimische Kräfte aus und beraten die Armee.