Clemens Binninger, ehemaliger Obmann der Unionsfraktion im
NSU-Untersuchungsausschuss, glaubt, dass die rechtsextreme Terrorgruppe bei ihrem Anschlag in Köln Helfer hatte. Vor der Zeugenbefragung im nordrhein-westfälischen Untersuchungsausschuss sagte Binninger dem Kölner Stadt-Anzeiger, es falle ihm schwer zu glauben, dass das Trio seine Taten begangen habe, ohne Unterstützer zu haben. Es sei kaum vorstellbar, dass die Attentäter mit der Bombe, die in der Kölner Keupstraße explodierte, quer durch die Republik gefahren seien. "Die muss man vor Ort zusammenbauen," sagte der CDU-Politiker.

Binninger forderte den Düsseldorfer Landtags-Ausschuss auf, den Fehlern der Polizei  nach dem Anschlag in der Keupstraße nachzugehen. "Die NRW-Polizei
hätte den NSU vielleicht stoppen können. Drei Jahre vor dem Ende der
Mordserie," sagte Binninger der Zeitung.

Bei dem Anschlag waren im Jahr 2004 im Kölner Stadtteil Mülheim mehr als 20 Menschen durch eine mit Nägeln gefüllte Bombe zum Teil schwer verletzt worden.