Ferngesteuerte Fluggeräte werden in Deutschland immer beliebter und dürften zu begehrten Weihnachtsgeschenken gehören. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt will wegen des Booms den Betrieb privater Drohnen neu regeln und mit weitreichenden Flugverboten einschränken. "Je mehr Drohnen aufsteigen, desto größer wird die Gefahr von Kollisionen, Abstürzen oder Unfällen", sagte der CSU-Politiker der Passauer Neuen Presse.

Dem Bericht zufolge plant das Bundesverkehrsministerium private Drohnenflüge in mehr als 100 Metern Höhe sowie außerhalb der Sichtweite des Piloten generell zu verbieten. Zudem soll es keine Drohnenflüge mehr in Wohngebieten, über Bundesfernstraßen, Eisenbahnlinien, Unglücksorten, Einsatzgebieten der Polizei oder Industrieanlagen geben. Drohnen, die schwerer als 500 Gramm sind, sollen registriert werden, um den Eigentümer identifizieren zu können.

Auch für gewerbliche Nutzer von Drohnen sind den Angaben zufolge strenge Vorschriften in Vorbereitung. Für diesen Personenkreis werde es künftig einen "Führerschein" geben, hieß es aus dem Ministerium. Die Lizenz werde vom Luftfahrt-Bundesamt erteilt.

Mit den neuen Regelungen sollen nach Angaben des Verkehrsministeriums Gefährdungen im Luftraum und am Boden, beispielsweise durch Kollisionen oder Abstürze, vermindert werden.

So kam es am Dienstagabend etwa bei einem Slalom-Wettbewerb in Italien zu einem Zwischenfall mit einer Drohne: Eine ferngelenkte Kamera war auf die Piste gestürzt und hatte den österreichischen Skirennfahrer Marcel Hirscher nur knapp verfehlt. Dieser nahm es im Nachhinein mit Humor: "Dichter Flugverkehr in Italien!", schrieb er bei Facebook.