Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat Forderungen nach einer Erhöhung der Steuer auf Diesel zurückgewiesen. "Ich sehe keine Notwendigkeit, an der Besteuerung für den Diesel etwas zu ändern", sagte Dobrindt der Bild-Zeitung.

Die Diesel-Technologie leiste "durch die CO2-Einsparung einen wertvollen Beitrag, dass wir unsere Klimaziele erreichen können". Der Diesel werde als "hoch effiziente Kraftquelle nach wie vor bei der Mobilität eine große Rolle spielen müssen".

Wegen des Ausstoßes an Stickoxiden hatte die Präsidentin des Umweltbundesamtes (UBA), Maria Krautzberger, eine Anhebung der deutlich niedrigeren Diesel-Steuersätze für Privat-Pkw auf das Niveau von Benzin vorgeschlagen. Außerdem schlägt Krautzberger ein Innenstadt-Verbot für ältere Diesel-Fahrzeuge vor. Auch das lehnt Dobrindt kategorisch ab: "Vorschläge, die Diesel-Technologie aus den Innenstädten zu verbannen, halte ich für abwegig", zitierte ihn die Bild.

Mitte November hatte sich auch die Umweltschutzorganisation Greenpeace angesichts erhöhter Schadstoff-Messwerte in vielen deutschen Städten für eine höhere Dieselsteuer ausgesprochen.