Die Union verliert laut einer Umfrage weiter an Zustimmung und fällt in der Wählergunst auf ein Vierjahrestief. Laut dem Sonntagstrend, der vom Meinungsforschungsinstitut Emnid im Auftrag der Bild am Sonntag erhoben wird, kommen CDU und CSU bundesweit auf 33 Prozent. Sie erreichen damit einen Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche und den niedrigsten Wert seit Juni 2012.

Der CSU-Ehrenvorsitzende Edmund Stoiber forderte von der Schwesterpartei einen Strategiewechsel. "Ja, es geht auch um eine Kursänderung", sagte der 74-Jährige dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Die Positionen der CSU müssten wieder Positionen der CDU werden. "Wenn Grüne und Linke die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel loben und die CSU dafür hart angreifen, dann geht das für die Union nicht gut."

Für die CSU gelte bis heute die Position von Franz Josef Strauß, dass man rechts von der CSU keine demokratisch legitimierte Partei zulassen dürfe. Diesen Satz habe er "von Generalsekretär Peter Tauber nie gehört, nie von Angela Merkel, nie von Peter Altmaier", sagte Stoiber. "Ich glaube auch, dass ihnen dieser Satz fremd ist."

AfD kommt auf 13 Prozent

Die rechtspopulistische Partei AfD konnte laut Emnid-Umfrage im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt zulegen. Sie kommt jetzt auf 13 Prozent. Die SPD liegt unverändert bei 22 Prozent. Auch die Grünen bleiben wie in der Vorwoche bei 13 Prozent. Die Linke verliert einen Prozentpunkt und kommt auf nur noch 8 Prozent – ihr schlechtester Wert seit einem Jahr. Die FDP erreicht erneut 6 Prozent, auf die sonstigen Parteien entfallen 5 Prozent.

Für den Sonntagstrend hat Emnid zwischen dem 24. und dem 30. März 1.405 repräsentativ ausgewählte Personen befragt. Die Fragestellung lautete: "Welche Partei würden Sie wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahlen wären?"