Zu der Einigung gehört, die Zahl der Lehrer und der Polizisten zu erhöhen. "Da haben wir gute Lösungen gefunden", sagte Regierungschef Reiner Haseloff (CDU) nach elfstündigen Verhandlungen in Magdeburg. Zahlen sollen erst am Dienstag genannt werden, nachdem eine weitere Spitzenrunde sich über Personalfragen geeinigt hat. 

Angesichts der Warnungen des Landesrechnungshofes vor zu hohen Ausgaben beschwichtigte Haseloff, die Haushaltsdisziplin werde gewahrt. Das Ziel bleibe die schwarze Null. Die SPD setzte unter anderem ein kommunales Beschäftigungsprogramm zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit durch, sagte Parteichef Burkhard Lischka.

Nach der Entscheidung über die Personalfragen wird es mehrere Regionalkonferenzen der SPD geben. Zum Ende der Woche hin sind Parteitage von CDU, SPD und Grünen geplant, die die Vereinbarungen absegnen sollen. Am 25. April könnte dann der Landtag Regierungschef Haseloff für eine zweite Amtszeit wählen.

Mit der AfD will keiner koalieren

Bei der Landtagswahl am 13. März war die CDU stärkste Partei geworden, die Mehrheit für die Fortsetzung einer schwarz-roten Koalition ging aber verloren. Daher sollen nun die Grünen mit in die Regierung. Die rechtspopulistische AfD hatte bei der Wahl fast jede vierte Stimme erhalten, mit ihr will aber keine der anderen Parteien zusammenarbeiten.

Die sogenannte Keniakoalition – benannt nach den Farben der kenianischen Flagge – sei ein guter Kompromiss, der allen Seiten gerecht werde, sagte Haseloff laut der CDU nach den nächtlichen Verhandlungen.