Autofahrer in Deutschland müssen ihre Führerscheine voraussichtlich früher umtauschen als bislang geplant. Die Bundesländer wollen das "Verfallsdatum" für die Fahrerlaubnis gestaffelt vorziehen, wie die Saarbrücker Zeitung berichtet. Der Verkehrsausschuss des Bundesrats hat nach Informationen des Blattes eine entsprechende Empfehlung für die Sitzung der Länderkammer am Freitag ausgesprochen.

Seit 2013 gelten Führerscheine nur noch 15 Jahre. Alle bis dahin ausgestellten Fahrerlaubnisse sollten eigentlich noch bis zum Jahr 2033 ihre Gültigkeit behalten. Nach Informationen der Saarbrücker Zeitung sollen nun – abgestuft nach Geburtsjahrgängen – bis 2024 die rund 15 Millionen Führerscheine ausgewechselt werden, die bis Ende 1998 ausgestellt worden sind. Die rund 30 Millionen Führerscheine, die ab 1999 ausgestellt wurden, müssten dann abgestuft je nach Ausstellungsjahr bis 2033 ersetzt werden.

Die geplanten Regelungen zum "vorgezogenen Führerscheinumtausch" seien notwendig, um die Behörden zu entlasten, heißt es in dem Bericht. "Es geht um eine Entzerrung", sagte eine Sprecherin des Bundesrates. Mit der Neuregelung würde sichergestellt, dass die Behörden die Vielzahl der künftigen Anträge bewältigen könnten.