Die Regelsätze für Sozialleistungen nach Hartz IV sollen zum 1. Januar 2017 steigen. Das berichtet die Bild-Zeitung und beruft sich dabei auf den Gesetzesentwurf aus dem Bundesarbeitsministerium. Die Anhebung ergebe sich aus dem Preisanstieg und einer Neuberechnung des Bedarfs auf Basis neuer Statistikdaten.

Für Alleinstehende soll dem Entwurf zufolge der monatliche Regelsatz von derzeit 404 auf 409 Euro pro Monat steigen. Paare erhalten demnach künftig 368 statt 364 Euro pro Partner. Die Sätze für unter 25-Jährige, die im Haushalt der Eltern wohnen, steigen laut Entwurf von 324 auf 327 Euro. Kinder zwischen 13 und 18 Jahren sollen in Zukunft 311 statt bisher 306 Euro erhalten.

Am stärksten sollen nach den Angaben die Sätze für Kinder zwischen 6 und 13 Jahren steigen, und zwar von 270 auf 291 Euro. Als Grund für diese Anhebung um rund 8 Prozent wurde genannt, dass bei der neuesten Einkommens- und Verbrauchsstichprobe des Statistischen Bundesamtes festgestellt worden sei, dass der Bedarf in dieser Altersgruppe für Lebensmittel und Getränke erheblich höher liege als bisher berechnet.

Der Regelsatz für Kinder bis zu 6 Jahren soll laut Entwurf unverändert bei 237 Euro pro Monat bleiben. Die Erhöhung der Regelsätze soll laut Arbeitsministerium im kommenden Jahr 470 Millionen Euro mehr kosten als 2016. Bis Ende 2020 beliefen sich die zusätzlichen Kosten insgesamt auf knapp zwei Milliarden Euro.