Die Bundeswehr hat ihre Waffenlieferungen an die kurdischen Peschmerga-Kämpfer im Nordirak wieder aufgenommen. Am Dienstag seien 70 Tonnen Material an die Regionalregierung in Erbil geliefert worden, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Darunter seien 1.500 G36-Gewehre, 100 Milan-Panzerabwehrraketen und drei gepanzerte Fahrzeuge vom Typ Dingo 1 gewesen.
Deutschland hatte zuvor von der kurdischen Regierung Aufklärung über den Verbleib von Ausrüstung aus Deutschland gefordert. Hintergrund waren Medienberichte, wonach solche Waffen auf Märkten angeboten wurden. Die kurdischen Einsatzkräfte sollten die Waffen eigentlich für den Kampf gegen die Extremistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) verwenden.
Ermittlungen der kurdischen Regionalregierung ergaben inzwischen, dass von 28.000 von Deutschland gelieferten Waffen nur etwa 30 illegal verkauft oder auf anderen Wegen abhandengekommen sind. Außerdem bekräftigte die Verwaltung, keine der am Dienstag gelieferten Waffen weiterzuverkaufen.
Schon 2014 hatte die Bundesregierung damit begonnen, die Peschmerga im Nordirak mit Waffen auszurüsten, um sie im Kampf gegen den IS zu unterstützen. Zusätzlich wurden Bundeswehrsoldaten in den Nordirak entsandt, um die kurdischen Kämpfer zu trainieren.
Die Kurden spielen im Kampf gegen die radikalen Islamisten
im Irak eine wichtige Rolle. Erst am Wochenende eroberten sie in
der Nähe der IS-Hochburg Mossul mehrere Dörfer. Mit
der Offensive soll die Rückeroberung der Großstadt vorbereitet
werden, die seit 2014 in der Hand der Terrormiliz IS ist.
Der irakische
Ministerpräsident Haider al-Abadi hatte bereits angekündigt, Mossul noch
in
diesem Jahr einnehmen zu wollen. Durch die Rückeroberung wäre der IS im
Irak faktisch besiegt, sagte al-Abadi. Die irakische Armee
bereitet zusammen mit den kurdischen Peschmerga-Einheiten schon länger
eine
Offensive auf die Metropole vor und baut ihre
Stellungen rund um Mossul aus.
Im Juli nahmen irakische Regierungstruppen bereits den Flughafen Kajara südlich der Stadt ein. Dort soll der Großteil der Truppen zusammengezogen werden. Die Regierung in Bagdad könnte bis zu 30.000 Soldaten und Kämpfer mobilisieren, um die Stadt zurückzuerobern.
Die Bundeswehr hat ihre Waffenlieferungen an die kurdischen Peschmerga-Kämpfer im Nordirak wieder aufgenommen. Am Dienstag seien 70 Tonnen Material an die Regionalregierung in Erbil geliefert worden, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Darunter seien 1.500 G36-Gewehre, 100 Milan-Panzerabwehrraketen und drei gepanzerte Fahrzeuge vom Typ Dingo 1 gewesen.
Deutschland hatte zuvor von der kurdischen Regierung Aufklärung über den Verbleib von Ausrüstung aus Deutschland gefordert. Hintergrund waren Medienberichte, wonach solche Waffen auf Märkten angeboten wurden. Die kurdischen Einsatzkräfte sollten die Waffen eigentlich für den Kampf gegen die Extremistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) verwenden.