Wenige Wochen vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat die SPD die CDU in einer Umfrage knapp überholt. Sie kommt laut einer Umfrage des Instituts Insa auf 24 Prozent und würde damit stärkste Kraft vor den Christdemokraten, die bei 23 Prozent liegen. Ministerpräsident Erwin Sellering hätte damit eine Chance auf den Machterhalt seiner Partei.

Bisher war die CDU in Umfragen stärkste Partei gewesen. Der Ein-Prozent-Vorsprung der SPD liegt allerdings innerhalb der Drei-Prozent-Fehlertoleranz von Umfragen, was die Aussagekraft des Ergebnisses schmälert. In Mecklenburg-Vorpommern wird am 4. September gewählt. Bisher regiert die SPD gemeinsam mit der CDU.

AfD und Linkspartei kommen in der Umfrage jeweils auf 19 Prozent. Der Wert der AfD entspricht dem früherer Umfragen anderer Institute. Bei den vergangenen Landtagswahlen hatte Insa häufig deutlich höhere Werte für die AfD ermittelt. Die Grünen kommen auf sechs Prozent und wären damit knapp im Parlament vertreten. Die FDP und die NPD würden mit jeweils drei Prozent den Einzug verfehlen.

In Berlin, wo zwei Wochen später gewählt wird, sind die Kräfteverhältnisse stabil: Hier liegt die SPD mit 23 Prozent vor den Grünen, die auf 19 Prozent kommen. Die CDU liegt mit 18 Prozent auf Platz drei, gefolgt von der Linkspartei mit 15 Prozent. 

Die AfD kann bei der Wahl am 18. September auf 14 Prozent der Stimmen hoffen, die FDP könnte mit aktuell fünf Prozent die Rückkehr in das Abgeordnetenhaus schaffen. Die Piraten wären mit drei Prozent nicht mehr im Parlament.

Das Institut hatte vom 2. bis 9. August jeweils 1.000 Wahlberechtigte in Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin befragt.