Die Beiträge für gesetzlich Krankenversicherte bleiben im nächsten Jahr unverändert. Das geht aus der Prognose des Schätzerkreises beim Bundesversicherungsamt hervor. Dem Gremium gehören auch Experten des Gesundheitsministeriums und des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) an.

Zurzeit liegt der Zusatzbeitrag im Schnitt bei etwa 1,1 Prozent des Bruttolohns. Er kommt zum allgemeinen Beitrag dazu, der bei 14,6 Prozent fixiert ist. Die tatsächliche Höhe des Zusatzbeitrags kann jede Kasse selbst festlegen. Er wurde eingeführt, um den Wettbewerb zwischen den Krankenversicherern zu stärken.

Der GKV-Verband war Mitte Juli noch von einem Anstieg um bis zu 0,3 Prozentpunkte zum Jahreswechsel ausgegangen. Als Grund für die bessere Finanzsituation gilt, dass die Bundesregierung den Kassen 1,5 Milliarden Euro aus der Reserve des Gesundheitsfonds zugesagt hat, um damit die Mehrkosten für die medizinische Versorgung der Flüchtlinge und die Digitalisierung der Arztpraxen zu finanzieren.

Hinzu kommt nach Angaben von Experten die Konjunktur, durch die es mehr Jobs und dadurch auch mehr Beitragseinnahmen gibt. Auch habe sich im ersten Halbjahr gezeigt, dass sich die Ausgaben positiver entwickelten als für dieses Jahr prognostiziert.