Der Rückhalt für die beiden Unionsparteien CDU und CSU bei den Bürgern geht weiter zurück. Der aktuelle Insa-Meinungstrend für die Bild erhebt für die Union eine Zustimmung von 29,5 Prozent. Im Vergleich zur Vorwoche sind das 0,5 Prozentpunkte weniger. Damit bleibt die Union zwar auf Platz eins der Parteien, fällt allerdings unter die 30-Prozent-Marke. Dahinter liegt die SPD mit 22 Prozent Zustimmung. Damit können sich die Sozialdemokraten um einen Punkt verbessern. Unverändert auf Platz drei liegt die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD). Sie erhält eine Zustimmungsrate von 15 Prozent, genau wie in der Vorwoche.

Die Linke verbessert sich laut Meinungstrend um einen halben Prozentpunkt auf zwölf Prozent. Die Grünen verschlechtern sich um 0,5 Prozentpunkte auf elf Prozent, die FDP ebenfalls um 0,5 Punkte auf 6,5 Prozent.

Auch in anderen Umfragen hat die Union an Zustimmung verloren. Im ZDF-Politbarometer kam die Union zuletzt auf 33 Prozent und musste einen Verlust von minus zwei Prozent hinnehmen. Der DeutschlandTrend der ARD sieht CDU und CSU bei 32 Prozent. Die AfD liegt hier bei 16 Prozent, in der ZDF-Umfrage kommt sie auf 13 Prozent.

Bei den vergangenen Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin verlor die CDU an Stimmen. In Mecklenburg-Vorpommern bleibt sie mit der SPD gemeinsam in einer großen Koalition an der Macht, in Berlin wird über eine rot-rot-grüne Koalition verhandelt. Nach den Stimmenverlusten stand häufig auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Kritik. Die Zustimmung zu ihrer Politik ist jedoch zuletzt wieder gestiegen. Im jüngsten ARD-DeutschlandTrend zeigten sich 54 Prozent der Befragten mit Merkels Arbeit zufrieden. Vor einem Monat hatte sie in der Umfrage mit nur 45 Prozent den schlechtesten Wert seit fünf Jahren erreicht. Die Kritik richtet sich oftmals gegen die Flüchtlingspolitik Merkels. Eine Recherche von ZEIT ONLINE zeigt aber, dass Merkel nicht Hunderttausende Menschen zur Flucht motiviert hat.