Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) hat sich für eine erneute Kanzlerkandidatur der Amtsinhaberin und CDU-Vorsitzenden Angela Merkel ausgesprochen. "Das fände ich sehr gut", sagt er in der ARD. Aus seiner Sicht sei die Kanzlerin "sehr wichtig in der europäischen Krise". Der Kurs, den sie fahre, sei richtig, sagte Kretschmann. "Ich wüsste auch niemanden, der diesen Job besser machen könnte als sie."

Merkel selbst hat sich bislang noch nicht zu einer Kandidatur bei der Wahl 2017 erklärt.

Einer Umfrage zufolge haben die Grünen derzeit nur unter einer CDU-geführten Regierung eine Chance auf eine Regierungsbeteiligung. Laut dem INSA-Meinungstrend für die Bild halten CDU/CSU (30,5 Prozent), SPD (22,5 Prozent) und Linke (11,5 Prozent) ihre Ergebnisse aus der Vorwoche. Die Grünen (11 Prozent) verlieren einen halben Punkt, die AfD (13 Prozent) büßt einen Punkt ein. Nur die FDP (6,5 Prozent) kann einen halben Prozentpunkt zulegen. Sonstige Parteien kommen zusammen auf fünf Prozent (plus ein Punkt).

Neben einer großen Koalition aus CDU/CSU und SPD, die auf 53 Prozent kommt, erreichen auch eine Koalition aus CDU/CSU, FDP und AfD mit zusammen 50 Prozent und die sogenannte Jamaikakoalition aus CDU/CSU, Grüne und FDP mit zusammen 48 Prozent parlamentarische Mehrheiten. Ein rot-rot-grünes Bündnis kommt zusammen nur auf 45 Prozent, was nicht für eine eigene Mehrheit im Bundestag ausreicht. Für die Umfrage wurden vom 28. Oktober bis zum 2. November 2016 insgesamt 2.037 Bürgerinnen und Bürger befragt.