Mit roten Herzen und Plakaten mit der Aufschrift "Keine Nazis, nirgends. Keine Islamisten, nirgends" haben rund 800 Menschen nahe dem Bahnhof Zoo gegen einen Aufzug der Berliner NPD protestiert. Die Partei hatte zuvor in der Nähe des Breitscheidplatzes, wo sich vor zwei Tagen ein Anschlag auf den Weihnachtsmarkt ereignet hatte, zu einer Demonstration unter dem Motto Grenzen dicht machen aufgerufen, zu der nach Polizeiangaben rund 130 Menschen kamen.
"Wir lassen nicht zu, dass geistige Brandstifter den entsetzlichen Anschlag für ihre Hetze und ihren Hass instrumentalisieren", sagte der Grünen-Bundestagsabgeordnete Özcan Mutlu, der zur Gegenkundgebung aufgerufen hatte. Teilnehmer hatten dafür auch Transparente mit der Aufschrift "Solidarität, Toleranz, Liebe" gemalt.
Unter dem Motto #zusammen hatten Veranstalter in mehreren deutschen Städten zu Kundgebungen gegen Fremdenhass aufgerufen. In Hamburg kamen rund 100 Menschen zusammen.
Im Berliner Regierungsviertel hielt die AfD eine Mahnwache ab, zu der rund 200 Anhänger kamen. Sie riefen zu "mehr Sicherheit für Deutschland" auf und protestierten gegen die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Unter den Teilnehmern waren auch Brandenburgs AfD-Fraktionschef Alexander Gauland sowie Thüringens AfD-Fraktionschef Björn Höcke. Organisiert wurde die Mahnwache von dem rechtsgerichteten Bündnis Ein Prozent.
Kommentare
wohlmeinend
#1 — 22. Dezember 2016, 2:07 UhrEs ist schon eine verkehrte Welt.
Da tötet ein islamistischer Attentäter eine Vielzahl unschuldiger Menschen und diesen Leuten fällt nichts besseres ein, als mit Herzchenplakaten gegen Rassismus zu demonstrieren.
Thema eindeutig verfehlt.
Friedliche Weihnachten
#1.1 — 22. Dezember 2016, 2:18 UhrRassismus tötet sehr viel mehr Menschen als alle Attentäter zusammen.
In Deutschland gab es im letzten Jahr mehr als Tausend Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte!
http://mobil.n-tv.de/politik…
SonOfPerun
#2 — 22. Dezember 2016, 2:08 Uhr"Wir lassen nicht zu, dass geistige Brandstifter den entsetzlichen Anschlag für ihre Hetze und ihren Hass instrumentalisieren"
Deshalb rufen wir dazu auf, dass geistige Brandstifter, bunte Transparente mit Herzen, Toleranz, Solidarität, Liebe und toller Musik unter dem Hashtag #zusammen herkommen um diesen traurigen Anlass zur Selbstdarstellung zu instrumentalisieren.
Eine Trauerminute wäre angebrachter gewesen.
Friedliche Weihnachten
#2.1 — 22. Dezember 2016, 2:27 UhrAuch die schreckliche Ermordung von Maria L. wurde von den Rechten für ihre Zwecke ausgeschlachtet.
Stellen Sie sich mal vor, Anti-AKW-Aktivisten würden die Toten von Tschernobyl und Fukushima für ihre Zwecke missbrauchen!
ChrisDOHC
#3 — 22. Dezember 2016, 2:13 UhrWas waren die "rechten Parolen"?
Bei der AfD Kungebung- die nicht von der AfD organisiert war, sprach lediglich ein Pastor ein paar kurze Worte:
U.a.:
Gib uns Deinen Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit
für die Erneuerung unsere Gesellschaft
Lass uns die Spaltung und den Hass überwinden
ZON war vor Ort.
Daver
#3.1 — 22. Dezember 2016, 3:55 UhrUnglaublich! Wenn das stimmt, was Sie geschrieben haben, dann bin ich wutend auf ZON.
Crelle
#4 — 22. Dezember 2016, 2:16 UhrEntfernt. Bitte verzichten Sie auf Anfeindungen und pauschale Verurteilungen. Die Redaktion/dj
Claus der Witz
#4.1 — 22. Dezember 2016, 2:22 UhrDer Kommentar, auf den Sie Bezug nehmen, wurde bereits entfernt.