Berlin - "Euer Hass ist unser Ansporn" Am zweiten Abend nach dem Terroranschlag demonstrierten in Berlin linke und rechte Gruppierungen. Dabei kam es auch zu unangekündigten Aktionen Rechtsextremer. © Foto: ZEIT ONLINE

Mit roten Herzen und Plakaten mit der Aufschrift "Keine Nazis, nirgends. Keine Islamisten, nirgends" haben rund 800 Menschen nahe dem Bahnhof Zoo gegen einen Aufzug der Berliner NPD protestiert. Die Partei hatte zuvor in der Nähe des Breitscheidplatzes, wo sich vor zwei Tagen ein Anschlag auf den Weihnachtsmarkt ereignet hatte, zu einer Demonstration unter dem Motto Grenzen dicht machen aufgerufen, zu der nach Polizeiangaben rund 130 Menschen kamen.

"Wir lassen nicht zu, dass geistige Brandstifter den entsetzlichen Anschlag für ihre Hetze und ihren Hass instrumentalisieren", sagte der Grünen-Bundestagsabgeordnete Özcan Mutlu, der zur Gegenkundgebung aufgerufen hatte. Teilnehmer hatten dafür auch Transparente mit der Aufschrift "Solidarität, Toleranz, Liebe" gemalt.

Unter dem Motto #zusammen hatten Veranstalter in mehreren deutschen Städten zu Kundgebungen gegen Fremdenhass aufgerufen. In Hamburg kamen rund 100 Menschen zusammen.

Im Berliner Regierungsviertel hielt die AfD eine Mahnwache ab, zu der rund 200 Anhänger kamen. Sie riefen zu "mehr Sicherheit für Deutschland" auf und protestierten gegen die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Unter den Teilnehmern waren auch Brandenburgs AfD-Fraktionschef Alexander Gauland sowie Thüringens AfD-Fraktionschef Björn Höcke. Organisiert wurde die Mahnwache von dem rechtsgerichteten Bündnis Ein Prozent.