Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland ist zu Beginn des Jahres so gut wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr. Das teilten die Marktforscher des Instituts GfK mit. Demnach hat sich die Kauflaune erneut verbessert, die Deutschen blicken optimistisch auf die Konjunktur und ihre künftigen Finanzen.

Das aus einer Umfrage unter 2.000 Menschen ermittelte Konsumklima für Februar stieg laut GfK stärker als erwartet auf 10,2 Punkte, nach 9,9 Zählern im Januar. Es war der dritte Anstieg in Folge. "Die Konsumlaune ist auch nach Weihnachten ungebrochen und zeigt sich von ihrer besten Seite", sagte GfK-Marktforscher Rolf Bürkl. Die Deutschen seien derzeit auch für größere Einkäufe offen – und das, obwohl auch die Preise im Dezember im Schnitt um 1,7 Prozent gestiegen sind und damit so hoch waren wie seit etwa dreieinhalb Jahren nicht mehr.

Generell sehen die Verbraucher die deutsche Konjunktur laut GfK so zuversichtlich wie zuletzt im Juni 2015. Gründe dafür sind etwa die niedrige Arbeitslosigkeit, steigende Einkommen sowie niedrige Zinsen.

"Damit trotzen die Konsumenten nach wie vor dem Gegenwind, den die Verunsicherung über den künftigen Kurs des neuen US-Präsidenten und den Brexit ausgelöst hat", sagte Bürkl. Zudem habe sich der Terroranschlag in Berlin mit zwölf Toten offenbar nicht ausgewirkt.

Risiken für die Konsumfreude könnten in Zukunft die Unsicherheit über den Kurs der USA unter ihrem neuen Präsidenten Donald Trump und die Wahlen in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland sein. Auch die anstehenden Verhandlungen der Briten zum EU-Austritt und die steigende Inflation könnten Faktoren sein, die Einfluss auf den Konsum haben.