Erst verzögerte sich die Auslieferung der Maschinen um Jahre, nun stehen bis auf eine alle A4ooM der Bundeswehr am Boden. Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums bestätigte einen Bericht des Spiegels. Die übrigen sieben Flugzeuge seien nach Stand vom Freitag entweder wegen regulärer Wartungs- oder Ausrüstungsmaßnahmen nicht einsatzbereit oder "zur Behebung von Störungen" am Boden.

Der A400M ist, seit ihn die Luftwaffe nutzen kann, vor allem durch technische Störungen aufgefallen. Erst vergangenen Dienstag konnte die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) nicht mit einer der Maschinen von ihrem Besuch in Litauen wieder zurückfliegen. Auf dem Hinflug hatten Techniker am genutzten Flugzeug Triebwerksschäden entdeckt. Von der Leyen reiste schließlich mit einer Ersatzmaschine des veralteten Typs Transall zurück nach Deutschland.

Laut Spiegel blieb zudem am 29. Januar eine A400M mit einer geborstenen inneren Cockpitscheibe auf Zypern liegen. Eine weitere Maschine der Flotte mit der benötigten Ersatzteillieferung konnte zudem wegen eines Fahrwerksschadens zunächst ebenfalls nicht wieder abheben.

Einsätze in Konfliktgebieten seien mit dem Flugzeug dem Bericht zufolge ohnehin kaum möglich, denn wegen eines Problems am Triebwerksgetriebe müssten alle deutschen A400M in der Regel schon nach jeweils 20 Flugstunden zur Kontrolle in die Werkstatt. Führende Offiziere sollen dem Nachrichtenmagazin gesagt haben, dass sie davon ausgehen, dass die Maschinen möglicherweise nicht sorgfältig genug hergestellt worden seien. Ansonsten hätte wohl der bereits verzögerte Lieferplan kaum eingehalten werden können.