Die Union will nach der Bundestagswahl ein Heimatministerium einrichten. Das soll vor allem den ländlichen Raum stärken, berichtet die Rheinische Post unter Berufung auf ein Papier der Konferenz der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden. Demnach soll das bisherige Landwirtschaftsministerium künftig zuständig sein für "Ernährung, Landwirtschaft, ländliche Räume und Heimat".

"Wo der Staat sich aus der Fläche zurückzieht, haben Populisten leichtes Spiel", sagte Thüringens CDU-Fraktionschef und Vorsitzender der Konferenz, Mike Mohring, der Zeitung. "Wir werden ihnen die kleinen Orte und Städte nicht überlassen."

Künftig soll es zum Beispiel ein Landlehrerstipendium für Lehramtsstudenten geben, die sich bereit erklären, später als Lehrer auf dem Land zu arbeiten. Ähnliches soll für Ärzte gelten. Wer gewillt sei, für einige Zeit in einer unterversorgten Region zu arbeiten, soll bevorzugt einen Studienplatz erhalten.

In Bayern gibt es ein ähnliches Ministerium bereits seit der vergangenen Landtagswahl. Finanzminister Markus Söder ist seitdem "Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat". Das Heimatministerium hat seinen Sitz in Nürnberg, Ziel ist die Entwicklung des ländlichen Raums. Das Finanzministerium selbst sitzt wie die Staatsregierung in München.