Etwa einen Monat nach dem Wahlerfolg der CDU in Nordrhein-Westfalen kann die Union noch mal zulegen: Im ARD-Deutschlandtrend gewinnen CDU und CSU einen Prozentpunkt im Vergleich zum Vormonat und kommen auf 38 Prozent. Damit wächst der Vorsprung der Union auf die SPD auf 14 Prozentpunkte. Die Sozialdemokraten verlieren 3 Punkte und erreichen nur noch 24 Prozent.

Die FDP würde der Umfrage von Infratest dimap zufolge drittstärkste Kraft mit 10 Prozent werden. Die AfD kommt auf 9, die Linke auf 8, die Grünen auf 7 Prozentpunkte.  

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist laut Deutschlandtrend wieder so beliebt wie vor Beginn der Flüchtlingskrise im August 2015. 64 Prozent der Befragten sind mit ihrer Arbeit zufrieden oder sehr zufrieden. SPD-Chef Martin Schulz hingegen verliert gegenüber dem Vormonat sechs Punkte und liegt demnach nun bei 36 Prozent Zustimmung, seinem bisher niedrigsten Wert bei dieser Befragung. Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner konnte 7 Prozentpunkte zulegen und kommt mit 44 Prozent auf seinen bisherigen Höchstwert.

Vertrauen in die USA sinkt

Könnte man Bundeskanzlerin oder Bundeskanzler direkt wählen, würden sich 53 Prozent für Merkel entscheiden, ein Plus von 4 Prozentpunkten gegenüber dem Vormonat. 29 Prozent würden sich für Schulz entscheiden, ein Minus von 7 Punkten. 13 Prozent, und somit 3 Prozentpunkte mehr als im Vormonat, würden sich für keinen von beiden entscheiden.

Eine Mehrheit der Deutschen spricht sich laut der Umfrage für ein stärkeres Engagement des Landes bei internationalen Krisen aus. 62 Prozent fänden ein stärkeres Engagement bei internationalen Krisen grundsätzlich richtig. Das sind 6 Prozent mehr als im Dezember. 33 Prozent finden das nicht richtig.

Zugleich sinkt das Vertrauen der Deutschen in die USA auf den bisherigen Tiefstwert im ARD-Deutschlandtrend. 21 Prozent der Befragten halten demnach die USA für einen Partner, dem man vertrauen kann, 8 Punkte weniger im Vergleich zum April. Damit befinden sich die USA auf demselben Niveau wie Russland.

80 Prozent der Befragten sind der Umfrage zufolge der Auffassung, dass die EU gemeinsam eine größere Verantwortung in der Welt übernehmen sollte, wenn sich die USA weltpolitisch zurückziehen. 17 Prozent sind gegenteiliger Auffassung. 93 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass die Staaten der Europäischen Union auch in der Verteidigungspolitik enger zusammenarbeiten sollten.