Die Zahl der Arbeitslosen ist im Juni auf den tiefsten Stand seit Mitte 1991 gesunken. Insgesamt waren bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) 2,473 Millionen Menschen als arbeitslos registriert. Das teilte die Behörde am Freitag in Nürnberg in ihrem Monatsbericht mit. Im Vergleich zum Vormonat Mai seien das 25.000 weniger, im Vergleich zum Juni des Vorjahres 142.000 weniger. Die Arbeitslosenquote verringerte sich dementsprechend um 0,1 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent.

Als Grund sagte der Chef der Bundesagentur Detlef Scheele: "Die Beschäftigung und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern haben erneut kräftig zugelegt." Die Zahl der arbeitslosen Menschen sei im Juni aus saisonalen Gründen weiter zurückgegangen. Laut dem Statistischen Bundesamt gab es im Mai rund 44,1 Millionen Erwerbstätige – so viele wie noch nie seit der Wiedervereinigung Deutschlands.

Bereinigt man die Zahl hingegen um die saisonbedingten Schwankungen (im Winter sind verhältnismäßig mehr Menschen arbeitslos als im Sommer), lässt sich ein leichter Anstieg bei der Arbeitslosenzahl beobachten. Die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl lag im Juni damit bei 2,547 Millionen. Damit waren etwa 7.000 Männer und Frauen mehr ohne Job als noch im Mai. 

Im Westen stieg die Zahl um 5.000, im Osten um 2.000. "Dies dürfte auch damit zusammenhängen, dass die begünstigenden Effekte des außergewöhnlich milden Winterwetters am Ende der Frühjahrsbelebung aufgewogen werden", erklärte die Bundesagentur.