Überstundenbremse, höherer Mindestlohn, Mindestarbeitszeit für Minijobber: Wenige Wochen vor der Bundestagswahl fordert die Linke grundlegende Reformen des Arbeitsmarktes. Unter anderem sprach sich Parteichef Bernd Riexinger für ein neues Normalarbeitsverhältnis für alle Beschäftigten aus.

Demnach will die Partei Überstunden begrenzen und die Arbeitszeit neu verteilen. Die Arbeitszeit müsse dabei um 30 Stunden pro Woche kreisen. Beschäftigte, auch Minijobber, sollten einen Rechtsanspruch von 22 Stunden pro Woche erhalten. Als Obergrenze solle eine gesetzliche Wochenhöchstarbeitszeit von 40 Stunden gelten.

Der Vizevorsitzende der Bundestagsfraktion Klaus Ernst forderte eine Überstundenbremse. Betriebe sollten verpflichtet werden, die individuelle Arbeitszeit zu erfassen. Bei zu vielen Überstunden solle ein automatisches Verfahren mit den Arbeitnehmervertretern zur Reduzierung in Gang kommen. Für alle Beschäftigten müsse ein Recht auf Nichterreichbarkeit etwa am Feierabend eingeführt werden. Nötig sei auch die Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro sowie regelmäßige Anpassungen an die Preisentwicklung.