Der neue Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble nennt die Frage nach höheren Kosten durch einen größeren Bundestag wichtig, "aber es ist nicht die entscheidende". Der frühere Finanzminister wies damit in den ARD-Tagesthemen die Kritik an den Ausgaben für das auf 709 Abgeordnete angewachsene Parlament zurück. 

"Wenn das Parlament seine Aufgaben gut erfüllt, dann ist das für die Demokratie das wert. Wir sollten da wirklich ein stückweit die Prioritäten richtig sehen", sagte der CDU-Politiker.

Schäuble ist am Dienstag zum Nachfolger von Bundestagspräsident Norbert Lammert gewählt worden. Über das deutsche Wahlrecht sagte er, es sei etwas kompliziert, und habe dazu geführt, dass der Bundestag über Überhang- und Ausgleichsmandate so groß geworden sei.

Dies zu ändern, habe schon Lammert versucht, doch die Parteien konnten sich nicht einigen. "Der Spielraum für eine Einigung ist im Übrigen auch relativ klein", sagte Schäuble.