"Wir sind für Trendwenden gewählt worden. Sie waren nicht erreichbar", twitterte FDP-Vorsitzender Christian Lindner Sonntagnacht. Die FDP war im Bundestagswahlkampf als Partei angetreten, die Bestehendes infrage stellen und neu denken wollte. Mit dieser Strategie wurde sie viertstärkste Kraft und hätte in einem Jamaika-Bündnis mit Union und Grünen Teil der Regierung werden können. Doch nach vier Wochen Sondierungsgesprächen war es vor allem die Partei Lindners, die die Gespräche hat platzen lassen. Eben weil die erwünschte Trendwende laut des Parteichefs der Liberalen nicht möglich gewesen sei. 

Politikern wird oft vorgeworfen, sie kündigten alle vorher gemachten Versprechen auf, sobald sich ihnen eine Machtoption biete. Lindner inszeniert sich konträr dazu: als Kandidat, der Haltung und Prinzipientreue beweist. Ob aus Kalkül oder Überzeugung, damit haben die Liberalen eine Regierungskrise ausgelöst – mit einer Partei, die 10,7 Prozent der Stimmen bei der Wahl erhalten hat.

Was halten Sie, die FDP-Wähler, davon? Sind Sie sauer, dass die FDP sich nicht kompromissbereiter gezeigt hat und nun eine Regierungskrise ausgelöst hat? Glauben Sie, die Partei wird von einer möglichen Neuwahl profitieren und Deutschland am Ende besser dastehen? Das wollen wir von Ihnen wissen.  

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