Der Bildungsdirektor der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ,Andreas Schleicher, hat Union und SPD zu deutlich mehr Unterstützung für Deutschlands Schulen aufgerufen. "Wir müssen uns mehr anstrengen, auch weil die Herausforderungen etwa wegen der stärkeren Migration größer geworden sind", sagte Schleicher.

Dazu forderte Schleicher eine enge Kooperation zwischen Bund, Ländern und Kommunen. Das sei nicht nur eine Frage des Geldes. "Die Lehrer werden zum Beispiel in den 16 Bundesländern unterschiedlich ausgebildet." Schulen bräuchten deutlich mehr Freiräume für Flexibilität und Kreativität.

Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU), Mitglied der Arbeitsgruppe für Bildung und Forschung bei den anstehenden Verhandlungen zur großen Koalition im Bund, forderte, die grundsätzliche Zuständigkeit der Länder für die Schulen beizubehalten. Eröffnet werden solle aber die Möglichkeit für mehr Investitionen des Bundes. Darin hatte die SPD eine Aufhebung des Kooperationsverbots von Bund und Ländern bei der generellen Schulfinanzierung gesehen.

Bei den Koalitionsverhandlungen wird die Arbeitsgruppe für Bildung und Forschung von den Ministerpräsidentinnen des Saarlands und Mecklenburg-Vorpommerns, Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und Manuela Schwesig (SPD), sowie vom Parlamentarischen Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Stefan Müller, geleitet.